Unser Stamm
Wir sind der Pfadfinder-Stamm Møwe aus Eutin.
Das sind ungefähr 40 Mitglieder aus Eutin und Umkreis.

Pfadfinder
Seit 1907 gibt es Pfadfinder. Und seitdem haben sie sich zu einer wahren Erfolgsgeschichte entwickelt. Pfadfinden ist heute die größte Jugendbewegung der Welt mit aktuell über 28 Millionen Mitgliedern in über 156 Nationen! Was kann so faszinierend sein, dass sich so viele Menschen dieser Bewegung anschließen?
Pfadfinden ist eine freiwillige, parteipolitisch ungebundene Erziehungsbewegung für junge Menschen. Der Gründer der Pfadfinderbewegung, Lord Robert Baden Powell, wollte eine zeitgemäße Jugendarbeit, in der die Jugendlichen in der Natur sind, einander helfen und gemeinsam Neues erkunden.
Und das hat nichts von seiner Anziehungskraft verloren: Pfadfinden ist offen für alle, unabhängig von Geschlecht, Hautfarbe, sozialer Herkunft oder Religion. Pfadfinden bedeutet, Jugendlichen eine Entfaltungs- und Entwicklungsmöglichkeit zu bieten. Und das in allen erdenklichen Facetten, immer modern und aufgeschlossen für neue Entwicklungen. Pfadfinden heißt Learning by doing! Pfadfinden bietet Jugendlichen ein attraktives Programm jenseits materieller Zwänge und konsumorientierter, platter Unterhaltung. Zu den wichtigsten Zielen gehört es, Jugendlichen beizubringen, die Würde der Anderen zu achten und die Umwelt zu schützen. Wir wollen Frieden und Verständigung fördern. In der Gemeinschaft der Pfadfinder erlernen Jugendliche spielend, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen und vorzuleben.

Was wir machen?
Was ist nun das Besondere am Pfadfinden? Vielleicht ist es die riesengroße Vielfalt, die für jede und jeden etwas parat hat? In den Gruppenstunden wird gewerkt, gekocht, gebastelt, gesungen und gespielt. Erlebnisreiche Wanderungen, spannende Geländespiele im Wald, gemütliche Singerunden am Lagerfeuer und große Zelt- und Lagerbauten zum Staunen bieten die Fahrten und Zeltlager an mehreren Wochenenden im Jahr. Und die Älteren fahren im Sommer gerne weiter weg, nach Estland, Slowenien, Schottland, Frankreich, so zum Beispiel nach Kasachstan, Pakistan oder in die Mongolei! Das sind unvergessliche Erfahrungen, die man so nirgendwo anders machen kann!
Die größten Lager sind das Bundeslager mit über 5000 Pfadfindern aus Deutschland und das Weltjamboree mit über 20.000 Pfadfindern aus der ganzen Welt, beide finden im Wechsel alle vier Jahre statt.
Wenn die Pfadfinderinnen und Pfadfinder des Stammes Möwe mal nicht irgendwo auf der Welt unterwegs sind, treffen sie sich im Pfadfinderheim zur Gruppenstunde. Die Gruppen entscheiden selbständigüber ihr Programm und Tätigkeiten. Ältere Sipplinge bereiten für ihre Sippe auch schon mal das Programm selber vor. Was wir alles machen, kann man am besten auf unseren Fotos hier sehen!
Nicht zuletzt bedeutet Pfadfinden Freundschaft und soziales Engagement. Pfadfindergruppen werden von Jugendlichen geleitet, die selbst mal als Kinder bei den Pfadfindern angefangen haben und von den Älteren ausgebildet und unterstützt werden. Und Pfadfinden ist nicht teuer. Als anerkannter Träger der Jugendhilfe bekommt Stamm Möwe Zuschüsse, um seine Arbeit zu finanzieren. Der Jahresbeitrag beträgt zur Zeit nur 75 Euro. So steht das Abenteuer jedem offen, der mitmachen will. Und neue Mitglieder sind immer herzlich willkommen!

Unsere Tracht
Alle Pfadfinder auf der Welt tragen eine Pfadfindertracht oder -kluft. Eingeführt wurde sie von dem Gründer der Pfadfinderidee, Lord Baden-Powell. Der hat um die Jahrhundertwende des letzten Jahrhunderts in England gelebt.
Weil er damals mit ärmeren und nicht so armen Kindern zu tun hatte, wollte er mit der Tracht diese Unterschiede unsichtbar machen. Daneben dient sie den Pfadfindern als Erkennungszeichen und Symbol der Zugehörigkeit zu der größten Jugendorganisation der Welt. Besonders wichtig ist uns, dass die Tracht nicht mit einer Uniform verwechselt wird, da es bei uns keine Ränge oder so etwas gibt und wir auf keinen Fall mit einer militärischen/militaristischen Organisation verglichen werden wollen.
Die Tracht des BdP besteht aus einem dunkelblauen Baumwollhemd nebst Halstuch, gelb für die Wölflinge (6 bis 11 Jahre), und blau-gelb für die Pfadfinder (11 bis 16 Jahre) und Ranger/Rover (16 bis 25).
Hemd und Wölflingshalstuch können über die Gruppenleiter bestellt werden (wenn nicht sogar welche vorrätig sind). Das blaugelbe Pfadfinderhalstuch bekommt dagegen vom Stammesführer verliehen, wer sein Pfadfinderversprechen ablegt. Wir Pfadfinder versprechen, nach den zehn Regeln der Pfadfinderinnen und Pfadfinder zu leben. So eine Versprechensfeier findet auf einer Stammesaktion mit dem ganzen Stamm statt und ist ein Höhepunkt des Pfadfinderlebens.

Der BdP
Unser Bund heißt „Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder“ und wird mit BdP abgekürzt.
Der BdP ist ein großer Verein. In ganz Deutschland gibt es ungefähr 200 Stämme, das sind die örtlichen Gruppen. Der BdP ist ein interkonfessioneller Jugendverband, der 1976 gegründet wurde. Er ist als Träger der freien Jugendhilfe anerkannt und wird von den Bundes- und Landesministerien für Jugend gefördert. Er ist Mitglied im Deutschen Bundesjugendring und in den Weltorganisationen der Pfadfinderinnen und Pfadfinder, World Association of Girl Guides and Girl Scouts (WAGGGS) und World Organization of the Scout Movement (WOSM) und damit einer der wenigen international anerkannten Pfadfinderverbände in Deutschland.Wir Pfadfinderinnen und Pfadfinder im BdP verstehen uns als Teil der Weltpfadfinderinnen- und pfadfinderbewegung in der Tradition der deutschen Jugendbewegung. Wir wollen eine zeitgemäße Jugendarbeit gestalten. Das heißt für uns, selbstbewusst an unseren Zielen zu arbeiten und uns persönlich ständig weiterzuentwickeln. Der junge Mensch steht dabei im Mittelpunkt unseres Verständnisses, als verantwortlicher, demokratischer, weltoffener Bürger, der die Gesellschaft mitgestaltet und mitträgt.
Unser Bund basiert auf der freiwilligen Verpflichtung zu gemeinsamen Regeln und Selbstorganisation.
Unsere Regeln fördern
- Hilfsbereitschaft und Rücksichtnahme,
- Aufrichtigkeit und Zuverlässigkeit,
- Achtung vor dem anderen,
- Selbstbeherrschung,
- Mut oder Courage, Auseinandersetzungen und Schwierigkeiten nicht auszuweichen,
- Umweltschutz und Bewusstsein für die Natur,
- Freundschaft,
- Einsatz für Frieden und Gemeinschaft,
- Kritikfähigkeit und Verantwortungsbereitschaft.
Um diese Ziele zu erreichen, arbeitet der koedukative BdP in drei Altersstufen: Wölflinge, Pfadfinderinnen und Pfadfinder sowie Ranger und Rover treffen sich in kleinen Gruppen, den Meuten, Sippen und Runden, die über ihr Programm weitgehend selbst bestimmen. Die Gruppen dieser drei Stufen bilden einen Stamm. Im Stamm spielt sich das gemeinschaftliche Leben der Pfadfinder ab. Dort finden die meisten Aktionen wie Fahrten und Lager statt. Ältere im Stamm übernehmen Verantwortung in der Stammesführung, organisieren Fahrten und Lager und vertreten den Stamm mit seinen Interessen nach außen. Andere leiten Gruppen als Meuten- oder Sippenführer. Das Zusammenleben von Jüngeren und Älteren ist nicht immer einfach. Es erfordert Toleranz, Hilfsbereitschaft, Rücksichtnahme und die Fähigkeit zu demokratischer Entscheidungsfindung. Kurzum: Pfadfinden ist eine Idee fürs Leben und das Zusammenleben in der Gruppe ist die praktische Übung dafür.
Der BdP hat eine pädagogische Konzeption, in der die methodischen und inhaltlichen Prinzipien unserer Arbeit festgelegt sind. Wir wollen junge Menschen zu verantwortungsbewussten, engagierten und kritischen Bürgerinnen und Bürgern erziehen. Wir begleiten sie bei ihrer Suche nach Orientierung in unserer komplexen Gesellschaft.
Besonders in der Ausbildung unserer Verantwortlichen legen wir Wert auf individuelle Entwicklungsmöglichkeiten der Persönlichkeit. Der Erwerb von Schlüsselqualifikationen bietet eine wichtige Hilfestellung im privaten, beruflichen und gesellschaftlichen Leben.
Engagierte Jugendliche erlernen die Führung von Jugendgruppen in Kursen und Lehrgängen, die von erfahrenen älteren Jugendleitern aus dem BdP auf Landes- bzw. Bundesebene geleitet werden. Die erfogreiche Teilnahme an diesen anerkannten Ausbildungskursen kann zum erwerb der JULEIKA führen. Dadurch erfahren die Jugendlichen die größtmögliche Unterstützung bei ihrem sozialen Engagement. Nicht zuletzt wegen unserer attraktiven Bildungsangebote sind auch ältere Jugendliche bereit, einen großen Anteil ihrer Freizeit mit ihrem freiwilligen Engagement bei den Pfadfindern zu verbringen. Und meist lohnt sich das Engagement in vielfacher Hinsicht: Erfolgserlebnisse bei der Leitung der eigenen Gruppe, spannende Fahrten in ferne Länder, ein soziales Netzwerk und Freunde auf der ganzen Welt! Wer einmal anfängt, hört nicht so schnell wieder auf.
